Welche Zertifizierungsmethoden stehen den Lederwarenherstellern zur Verfügung?

 

1. Zertifizierung des Lederrohmaterials

Für die Zertifizierung des Lederrohmaterials analysiert und bewertet das INCA Institut das fertig gegerbte Leder. Dabei handelt es sich um das Leder, welches als Ausgangsmaterial für die Weiterverarbeitung von Lederwaren wie Schuhen, Gürteln, Ledermöbeln und vielen weiteren Produktlinien dient.

Der Lederwarenhersteller beauftragt das INCA Institut, die Qualität dieses Leders zu überprüfen und entsprechend zu zertifizieren. Unternehmen können für das zur Herstellung genutzte Lederrohmaterial eine INCA-Zertifizierung für „Chrom(VI)-freies Leder” oder „100 % pflanzlich gegerbtes Leder” beantragen.

2. Zertifizierung der Lederendprodukte

Für die Zertifizierung ihrer Endprodukte können Unternehmen das INCA Institut damit beauftragen, auch bereits fertig verarbeitete Lederwaren oder deren Produktlinien zu analysieren und zu zertifizieren. Nach erfolgreicher Prüfung und Zertifizierung erhalten diese Produkte das entsprechende Zertifikat „Chrom(VI)-freies Leder” oder „100 % pflanzlich gegerbtes Leder”

Unabhängig davon, ob Sie Interesse an der Zertifizierung ihrer Produkte haben, bietet Ihnen das INCA Institut auch die Möglichkeit an, einzelne Lederwaren oder Produktlinien analysieren und bewerten zu lassen.

 

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Was ist unter dem “vereinfachten Zertifizierungsverfahren” zu verstehen?

Das vereinfachte Zertifizierungsverfahren ist für Lederwarenhersteller interessant, die ihr Leder von einer Gerberei beziehen, die bereits ein Zertifikat des INCA Instituts führt. So kann der Lederwarenhersteller im vereinfachten Verfahren beantragen, dass die vom ihm verarbeiteten Lederprodukte ebenfalls mit einem INCA-Zertifikat versehen werden. Der Vorteil liegt darin, dass keine erneute Probenentnahme und Prüfung erforderlich sind. Der Lederwarenhersteller muss lediglich gewährleisten, dass seine Produkte aus dem Rohmaterial einer Gerberei stammen, die das entsprechende Zertifikat des INCA Instituts führt. Zudem muss er den Nachweis über die sichere Unterscheidung seiner zertifizierten Lederwaren bei der Herstellung und Lagerung von anderen Lederwaren führen, die nicht über ein Zertifikat des INCA Instituts verfügen.