Gesundheit

Chrom(VI) als Allergen und Krebserreger

Gemessen an der Häufigkeit des Auftretens unerwünschter Hautreaktionen und -sensibilisierungen zählt Chrom(VI) zu den wichtigsten Allergenen. Bei häufigem Kontakt mit Chrom(VI) können allergische Hautreaktionen ausgelöst werden und im schlimmsten Fällen sogar Krebs. Mediziner und Experten gehen davon aus, dass es in Deutschland mehr als 500.000 Personen gibt, die von Chromallergien betroffen sind. Das äußerlich erkennbare Erkrankungsbild sind Hautekzeme und Ausschläge an Hautpartien, die mit Chrom(VI) in Kontakt waren.

Grundsätzlich ist die Herstellung von Chrom(VI)-freien beziehungsweise -armen Lederwaren möglich, sofern die technischen Standards eingehalten werden. Auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Leder in der Herstellung und Verarbeitung spielt hierbei eine tragende Rolle.

Problematisch erhöhte Chrom(VI)-Werte treten häufig in Lederschuhen und Lederhandschuhen auf. Ebenfalls betroffen sind aber auch Lederaccessoires wie Uhren und Gürtel, die sich ebenfalls oft als belastet darstellen.

Verbraucher können Chrom(VI)-belastete Lederwaren nicht direkt erkennen, auch wenn Chrom(VI)-Rückstande in vielen Produkten und Gegenständen enthalten sind. Laut einer dänischen Studie wiesen 44 % der untersuchten Lederprodukte Konzentrationen von mehr als von 3 mg Chrom(VI) pro kg Leder auf. Nicht nur in Lederwaren, sondern auch in Farben, Lacken und Farbmittel für Textilien werden oft deutlich erhöhte Chrom-Werte festgestellt.